Dürers Würfelpflaster
Im zweiten Buch seiner Underweysung der Messung, gedruckt 1525, setzt Albrecht Dürer Figuren zu Böden zusammen. Von Rauten mit „zwen weyt winckel“ und „zwen eng“ schreibt er: Zwei setze man mit den Seiten aneinander und stoße die dritte quer hinein, „so sicht solichs wie ein gefirter wuerffel“, und so setze man sie fort und fort aneinander. Sein Holzschnitt zeigt sie in einem Quadrat. Einen Winkel nennt er nicht; drei Rauten schließen sich nur bei sechzig Grad um einen Punkt, darum ist das hier die Raute, und jeder Würfel ist ein Sechseck einer Öffnung, in drei geteilt. Das Netz ist unser eigenes, und es ist exakt. Eine Kette von Kreisen einer Öffnung schreitet die Senkrechte entlang; benachbarte Kreise schneiden sich neben ihr, und die Linien durch diese Schnittpunkte und die Einstiche fallen nach beiden Seiten mit dreißig Grad. Jede weitere Linie läuft durch zwei schon gefundene Schnittpunkte, auch die Senkrechten, bis das Netz das Quadrat füllt. Die Seiten des Quadrats sind Senkrechte des Netzes; um den Netzpunkt auf der Höhe des ersten Einstichs mit seinem Abstand zu diesem geschlagen, wird jede Seite an ihren Ecken geschnitten. Die drei Töne sind unsere.
Quellen
- Albrecht Dürer, Underweysung der Messung, 1525, zweites Buch, der Holzschnitt nach Figur 23