Villards Kreuzgang
Ein Blatt im Bauhüttenbuch des Villard de Honnecourt, um 1250 oder 1260 von einer späteren Hand überarbeitet, die die Forschung Magister II nennt, sammelt kleine Figuren für die Baustelle unter den Worten „Totes ces figures sont estraites de geometrie“: Alle diese Figuren sind der Geometrie entnommen. Eine ist ein Quadrat in einem Quadrat, und darunter steht: „Ar chu fait om on clostre, autretant es voies com el prael“, so macht man einen Kreuzgang, ebenso viel in den Gängen wie im Garten. Das innere Quadrat hält dann die Hälfte des Ganzen. Hier werden in einem Kreis zwei Durchmesser im rechten Winkel errichtet, und Schwünge mit seiner eigenen Öffnung um ihre vier Enden schneiden sich in den Ecken des Kreuzgangs, dessen Seiten den Kreis an diesen Enden berühren. Die Diagonalen schneiden denselben Kreis in den Ecken des Gartens, eines aufrechten Quadrats im ersten. Um ein Viertel gedreht steht der Garten auf den Mitten der vier Seiten, und über ihn gezeichnet bilden beide einen Stern mit acht Spitzen. Die vier Ecken des Kreuzgangs, nach innen geklappt, bedecken das gedrehte Quadrat genau: Die Gänge halten so viel wie der Garten, und die Figur ist exakt.
Quellen
- Robert Willis, Facsimile of the Sketch Book of Wilars de Honecort, 1859, S. 127
- Marie Thérèse Zenner, Villard de Honnecourt and Euclidean Geometry, Nexus Network Journal, 2002