Ein Quadrat so groß wie ein Dreieck
„Der do machenn wil ein firung vnd ein driangel daz die firung vnd der driangel itlichs als vil in im helt als daz ander“: So beginnt das Werkbüchlein Geometria deutsch, Mathes Roriczer zugeschrieben, ein Quadrat zu machen, das so viel fasst wie ein Dreieck. Man teilt eine Seite des Dreiecks in drei gleiche Teile und macht das Quadrat über zweien davon: „so helt die fierung gleich als vil in als der driangel“. Das stimmt nur für ein Dreieck, dessen Höhe acht Neuntel der geteilten Seite ist. Für das Dreieck, das der Zirkel zuerst gibt, das gleichseitige hier, fasst das Quadrat 2,6 Prozent mehr. Wie man in drei teilt, sagt das Büchlein nicht. Hier werden zwei Seiten über die ferne Ecke hinaus verlängert und dort vom Zirkel mit der Öffnung der Seite geschnitten; die Linien vom anderen Punkt der Vesica zu diesen beiden Schnitten teilen die Seite genau in drei.
Quellen
- Geometria deutsch, Mathes Roriczer zugeschrieben, um 1488