Geschacht
William St John Hope zählt es zu den gemusterten Feldern, die aus den ersten Teilungen eines Schildes hervorgingen: „Ein in Quadrate oder Schachfelder geteiltes Feld ergab checky.“ Im Deutschen heißt es geschacht. Zur Zahl der Felder in einer Reihe schreibt er: „Sechs oder acht bilden die übliche Grundlage für die Teilung eines Feldes“, doch die sieben auf dem Siegel des Earl of Warenne and Surrey am Brief der Barone seien „nicht ohne ihre künstlerischen Vorzüge“. Hier ist das Feld silbern und grün, sechs Felder in einer Reihe. Hope gibt keine Regel, es zu zeichnen, darum ist die Konstruktion hier unsere eigene, und sie ist exakt. Eine Kette von Kreisen einer Öffnung schreitet eine Linie entlang, die ein halbes Feld über dem oberen Rand liegt. Je zwei benachbarte Kreise schneiden sich zweimal, einmal über der Linie und einmal darunter, und die Linie durch die beiden Schnittpunkte fällt senkrecht hinab: sieben solche Linien geben die Spalten, die äußeren beiden die Seiten des Schildes. Eine zweite Kette schreitet die Mittellinie hinab, von dort an, wo sie die erste schneidet, und die doppelten Schnittpunkte ihrer Kreise geben ebenso die Reihen, die erste davon der obere Rand. So hat jedes ganze Feld die Öffnung zur Seite. Die Füße der Seiten liegen, wo die dritte Reihenlinie sie schneidet, und die Flanken werden mit der Breite geschlagen, jede vom Fuß der anderen Seite.
Quellen
- W. H. St. John Hope, Heraldry for Craftsmen and Designers, 1913, S. 44 und 49